Institut für materielle Kultur

M.A. Kulturanalysen: Repräsentation, Performativität, Gender

Der Masterstudiengang „Kulturanalysen: Repräsentation, Performativität, Gender“ ist forschungsorientiert. Gegenstandsfeld ist die Auseinandersetzung mit materieller und visueller Kultur und ihren Interferenzen. Im Zentrum der Kulturanalyse stehen sozial markierte, vergeschlechtlichte und ethnisierte Körperbilder und -praxen, Einkleidungen und Lebensstile – im Alltag wie in öffentlichen, nationalen und transnationalen Institutionen.

Das Studium legt den Akzent auf die Weiterentwicklung von Theorie und Methodik im Austausch benachbarter kultur- und humanwissenschaftlicher Disziplinen mit der Geschlechterforschung. Kennzeichnen des Studiengangs sind: Transdisziplinarität, Verschränkung praktischer und theoretischer Erkenntnisweisen, Wechselwirkungen zwischen den Repräsentations- und Performativitätsdimensionen des Körpers, Verknüpfung von Kultur-, Politik- und Gesellschaftsanalyse. Dadurch unterscheidet sich das Angebot von dem anderer Universitäten und Fachhochschulen, die den Schwerpunkt auf Kulturmanagement legen.

Transdisziplinäre Kompetenzen

Der Masterstudiengang vermittelt  Wissen und Analyseinstrumente in der kulturwissenschaftlichen Theorie und Methodik. Sie lernen, fachübergreifende theoretische Fragestellungen selbständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. In kleineren Forschungsvorhaben erlangen Sie darüber hinaus Planungs-, Projekt- und Vermittlungskompetenzen.

Anstelle von eingegrenzten disziplinären Fragestellungen werden Sie dazu befähigt, auf einer Metaebene disziplinenübergreifend über die Perspektiven, Implikationen und Effekte Ihrer Analyse zu reflektieren. Sie werden ermutigt, kulturwissenschaftliche Forschungsinstrumente sowie Verfahren zur wissenschaftlichen und künstlerischen Vermittlung, die an aktuellen gesellschaftlichen Fragen orientiert sind, zu erkunden.

Zielgruppe

Der Masterstudiengang richtet sich an Absolvent/innen diverser kulturwissenschaftlicher Studiengänge, der Gender Studies und verwandter Fächer, die eine ausgeprägte Bereitschaft für transdisziplinäres wissenschaftliches Arbeiten haben und offen sind für künstlerischen Ansätze, über ausreichende Kenntnisse des Englischen (Fachliteratur und auswärtige Gastdozent/innen) verfügen und gern selbstorganisiert und projektbasiert studieren.

Verantwortliche Lehreinheiten

Der Studiengang wird vom Seminar für Materielle und Visuelle Kultur verantwortet. Er bündelt die kulturanalytische und gendertheoretische Expertise von Forscher/innen aus den Lehreinheiten Materielle Kultur, Visuelle Kultur, Sport und Gesellschaft, Kunst- und Medienwissenschaften, Gender Studies sowie etlicher auswärtiger Kooperationspartner/innen. 

Hauptverantwortliche Lehrende

Prof. Dr. Karen Ellwanger

Prof. Dr. Silke Wenk

Prof. Dr. Thomas Alkemeyer